Für alle vernünftigen Hundehalter ist es selbsverständlich das ihre Hunde die Grundkommandos beherrschen.Hier möchte ich euch die wichtigesten Grundkommandos näher bringen.In der heutigen Zeit ist gehorsam wichtiger den je.Ein Gehorsamer Folgsamer Hund macht immer einen guten Eindruck.

Einige Hörzeichen:

"Komm"

Der Hund wird herangerufen, darf nach kurzem Kontakt aber weiterlaufen.

"Hier"

Der Hund wird herangerufen und muß sich ruhig vor uns hinsetzen.

"Sitz"

Der Hund soll sich setzen.

"Platz"

Der Hund soll sich hinlegen.

"Bleib"

Der Hund soll in der gewünschten Stellung sitzen, stehen oder liegen bleiben, bis er abgerufen oder abgeholt wird.

"Lauf"

Der Hund darf sich frei bewegen.

"Fuß"

Der Hund geht neben unserem linken Bein. Die Aufmerksamkeit ist auf uns gerichtet.

"Aus"

Der Hund soll das hergeben, was er im Fang hat.

"Pfui"

Bei der Ausbildung muss der Hundeführer sich im klaren sein, dass das Tier nur durch Lob, Tadel und absoluter Konsequenz erzogen werden kann. Der Hundeführer muss sich in der Hirarchie des "Rudels" immer an die erste Position setzen und das zu erziehende Tier dazu bringen, diese Hirarchie anzuerkennen.

Loben (wichtigstes Erziehungsinstrument):

Das Tier wird gekrault. Die Stimme wird im Tonfall erhoben. Da Hunde ein sehr gutes Gehör besitzen, reicht es, mit leiser, angenehm hoher, aber bestimmter Stimme mit dem Tier zu sprechen. Zur Unterstützung des Lobes wird ein kleines Leckerchen gereicht.

Tadeln:

Die Gegebenheit wird einfach ignoriert.
In der Steigerung, die von der Situation abhängig ist, wird die Kommandosprache (Forderung) in tieferer, lauterer, bestimmter Tonlage gegeben, wobei auf absolute Ausführung geachtet werden muß. Ein Tadel ist nur dann sinnvoll, wenn der Tadel vom Tier mit der falschen Gegebenheit gekoppelt werden kann, d. h. man muss noch während der Ausführung der falschen Gegebenheit mit einem Kommando (oder interessante Geräusche, oder Bewegungen) eingreifen und das Tier entsprechend abbringen, bzw. ablenken von der Gegebenheit. Wird das neue Kommando richtig ausgeführt, darf das erneute Lob zur Bestätigung nicht vergessen werden.

Der Hund soll die Schnauze abwenden und nichts mit dem Maul aufnehmen.

 

 

 

"Rufen mit Namen"

 

 

 

Kommando: "Fuß"
(Leinenführigkeit)

Halten Sie die Leine in der rechten Hand. Der Hund sollte an ihrer linken Seite sitzen. Gehen Sie nun relativ zügig los und geben Sie das Kommando "Fuß". Der Hund soll mit seinem Kopf links, etwa auf Kniehöhe des Besitzers sein, damit er erkennen kann, wenn Richtung oder Tempo geändert werden. Ein Leckerchen in der geschlossenen linken Hand motiviert den Hund, an Ihrer linken Seite zu bleiben. Wenn der Hund zögert oder zurückbleibt, locken Sie ihn vorwärts. Wenn der Hund stark nach vorn oder zur Seite zieht, korrigieren Sie mit einem kurzen Leinenruck so, dass er wieder an der linken Seite landet. Dort wird er dann während des Gehens gelobt und gestreichelt. Hilfreich ist es auch, an einer Begrenzung, z.B. einem Zaun, entlang zu gehen. Ziehen Sie den Hund nie langsam heran, sonst hält er immer mehr dagegen. Damit erziehen Sie sich einen Hund, der ständig an der Leine zerrt.

 

Kommando: "Sitz"
Handzeichen:  Erhobener rechter Zeigefinger

Diese Übung wird anfangs nur an der Leine geübt. Halten Sie die Leine in der linken Hand und in der rechten ein Leckerchen. Der Hund befindet sich an ihrer linken Seite. Halten Sie das Leckerchen so, dass der Hund nach oben schauen muss. Warten Sie so lange, bis der Hund sich von selbst setzt, weil er so bequemer nach oben sehen kann.
Sitzt der Hund, erteilt man nun das Kommando "Sitz", hebt den rechten Zeigefinger, der Hund sieht und spürt gleichzeitig in dieser Hand das Leckerchen. Warten Sie nun einen Moment, bevor er das Leckerchen erhält. Loben und streicheln Sie den Hund überschwenglich. Ein Kraulen seiner Brust ist dabei zweckmäßig, weil dadurch die Sitzhaltung unterstützt wird. Sollten Sie mit dieser Methode keinen Erfolg haben, halten Sie den Hund mit der rechten Hand am Halsband fest, und drücken Sie mit der linken seine Kruppe sanft, aber bestimmt in Richtung Boden. Geben Sie währenddessen das Kommando "Sitz". Anschließend nicht vergessen, das Tier zu loben.
Hat der Hund nach vielem Üben das Kommando "Sitz" und das dazugehörige Handzeichen verstanden, bekommt er nur noch ab und zu ein Leckerchen, wobei aber immer zum Kommando das Handzeichen gegeben werden muss.

 

Kommando: "Platz"
Handzeichen: Abwärtsbewegen der rechten Hand
Pfeifsignal: Langgezogener Pfiff

Nehmen Sie ein Leckerchen in die rechte, die Leine in die linke Hand. Lassen Sie den Hund an ihrer linken Seite sitzen und gehen Sie in die Hocke. Die linke Hand hält die Leine vor dem Hund straff am Boden. Führen Sie nun die rechte Hand mit dem Leckerchen ein wenig entfernt vom Hund von oben an der Hundenase vorbei nach unten auf den Boden. Wenn der Hund mit Vorderkörper und Hinterteil am Boden ist, nennen Sie das Kommando "Platz". Anschließend loben Sie ihn ausgiebig und streicheln ihm über den Rücken.

Funktioniert diese Methode nicht, gehen Sie neben Ihrem Hund in die Hocke, und ziehen Sie die Leine mit der rechten Hand nach unten vorn. Drücken Sie gleichzeitig mit der linken Hand den Widerrist des Hundes nach unten, und sagen Sie "Platz". Liegt der Hund dann, streicheln und loben Sie ihn. Bei weiteren Übungen verfahren Sie wie beim Üben des Kommandos "Sitz". Koppeln Sie immer das Kommando "Platz" sichtbar, demonstrativ und konsequent mit der Abwärtsbewegung der rechten Hand und in der weiteren Steigerung später mit einem langgezogenen Pfiff. Vergessen Sie nie bei der vollständigen richtigen Ausführung des Kommandos das Tier überschwenglich zu loben.

 

Sozialisierung
Welpenspiel
Begegnung mit Artgenossen

Für die Sozialisierung ihres Hundes ist es sehr zu empfehlen, bereits im Welpenalter ständigen Kontakt mit Artgenossen zu gewährleisten, da ihr Hund es sonst verlernt, wie er sich bei einer Begegnung mit Artgenossen zu verhalten hat. Zu diesem Zweck werden immer mehr Welpenspielstunden angeboten, in denen die Hunde lernen, mit gleichaltrigen, aber auch mit älteren Artgenossen , ob groß oder klein auszukommen, d.h. zu spielen, sich unterzuordnen, sich einzuordnen oder sich überzuordnen, sich zu wehren oder ihren "Biss" zu kontrollieren.
Kommen Hunde in die Geschlechtsreife, entwickelt sich allzugern der Drang, seine Stärke mit anderen Artgenossen (aber auch innerhalb seiner Familie) zu messen. Auch in dieser Zeit ist es angebracht, Junghundstunden zu besuchen. Damit ersparen Sie sich und dem Hund unnötigen Ärger, der beim Zusammentreffen mit anderen Hunden (wenn es nicht geübt wurde) sich ergeben könnte. Auch im späteren Alter ist ein ständiger Kontakt mit Artgenossen aus den genannten Gründen sehr wichtig, denn Sozialverhalten mit Artgenossen gerät sonst wieder in Vergessenheit. Sie sollten ihm diese Kontakte ermöglichen, so oft es geht. Beachten Sie dabei allerdings ein paar Grundregeln:

  • Begegnen sich fremde Hunde, die einigermaßen normal veranlagt sind, ist es am besten, sie laufen frei. So können sie sich beschnuppern und kennen lernen. Daraus entwickelt sich dann entweder ein Spiel oder ein jeder geht seines Weges.

  • Sind sich Hunde unsympathisch oder entwickelt sich die Situation nicht friedlich, gehen Sie und der andere Hundebesitzer in entgegengesetzte Richtungen weiter und rufen die Hunde.

  • Entwickelt sich eine Rauferei, greifen Sie nie in das kämpfende Knäuel! Wenn Menschen sich in einen Hundekampf einmischen und dabei verletzt werden, geschieht das meist nicht aus Versehen, sondern von einem der beteiligten Hunde durchaus absichtlich.
    Angst vor Schmerz und Verletzung übt bei einer Auseinandersetzung gleich großer und gleich starker Hunde eine hemmende Wirkung aus und verhindert in der Regel, dass es zu einem ernsthaften Kampf kommt. Es handelt sich in den allermeisten Fällen nur um laute und spektakuläre Schaukämpfe ohne festes Zubeißen, bei denen Verletzungen selten sind. Normal veranlagte Hunde trennen sich nach kurzer Zeit von selbst. Wenn nicht, können beide Hundebesitzer versuchen, ihre Hunde gleichzeitig an den Hinterbeinen zu erwischen und so zu trennen. Aus einem Schaukampf wird sich nur dann eine ernsthafte Auseinandersetzung entwickeln, wenn einer der Hunde in die Enge getrieben wird und sich nur durch intensives Abwehrbeißen zu helfen weiß. Ein wirklicher Ernstkampf ist lautlos. Er wird niemals durch beschwichtigendes Verhalten (z. B. auf den Rücken drehen) beendet, sondern nur durch Flucht des Verlierers oder durch gegenseitige Erschöpfung.

  • Es ist meist ungünstig, wenn bei Begegnungen ein Hund angeleint ist und einer nicht. Leinen Sie ihren Hund an, wenn ihnen ein angeleinter Hund entgegenkommt.

Lassen Sie grundsätzlich angeleinte Hunde sich bei einer Begegnung nicht zu nahe kommen. Besonders Rüden fühlen sich an der Leine oft stark. Zudem könnten sich die Hunde beim Spielen mit den Leinen verheddern, was zu einer Rauferei führen könnte.

                                       

 

Dadurch soll der Hund auf uns aufmerksam werden. Eventuell folgt ein weiteres Hörzeichen.

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