DOGO ARGENTINO

 

Verwendung

Der Dogo Argentino muss in seiner Heimat in Gruppen jagen, in denen auch mehrere erwachsene, gleichgeschlechtliche Hunde zusammen arbeiten. Mit Hunden, die zu übersteigertem Aggressionsverhalten neigen, ist dies nicht möglich. Eine gute Sozialisierung ist auch Voraussetzung, um mit anderen Tieren und Menschen friedlich zusammen zu leben. Dennoch ist eine gewisse Unverträglichkeit gleichgeschlechtlicher Dogos untereinander keine Seltenheit und führte auch oft während der Jagd zu Problemen. Dr. Martinez erklärte sich dieses Verhalten damit, dass immer wieder der Urtyp eingekreuzt wurde um eine gewisse Linie beibehalten zu können.

Mit geduldiger und konsequenter Anleitung eignet sich der Dogo Argentino auch für die Ausbildung zum Fährtenhund oder Schweißhund, sein Geruchsinn ist hervorragend. Auch auf dem Agilityplatz oder im Turnierhundesport kann der Dogo Argentino geführt werden, vorausgesetzt, es wird auf seine physische und psychische Konstitution geachtet.

Klassifikation FCI
Gruppe 2 Schnauzer und Pinscher, Molosser und Schweizer Sennenhunde; Sektion 2.1 Molosser, doggenartige Hunde; ohne Arbeitsprüfung

Farbe
Reinweiß, um das Auge herum ist ein Farbfleck von schwarzer oder dunkler Farbe zulässig.

Widerristhöhe
Rüde: 62 - 68 cm, Hündin: 60 -65 cm

Der Fila Braseliero

Wie man aus dem Namen heraushört, kommt die Rasse aus Brasilien. Sie bildete sich aus den aus Europa eingeführten großrahmigen doggenartigen Hunden der portugiesischen Eroberer - Konquistadoren - und den einheimischen Hunden. Sein Wach- und Schutztrieb, aber auch seine Jagdleidenschaft wurden, so nimmt man an, durch Einkreuzen von Mastiff und Bloodhound erreicht. Die brasilianischen Großgrundbesitzer machten sich die absolute Zuverlässigkeit, Treue und Wachsamkeit des Fila Brasileiro schnell zunutze. Auf den Farmen bewachten sie das Vieh, schreckten Diebe ab und zur Jagd waren sie ebenso zu gebrauchen.

1955 brachte Herzog Albrecht von Bayern einen ersten Rüden nach Deutschland, später kam noch eine Hündin dazu. Langsam verbreitete sich die Rasse in Deutschland.

Zucht:
Seit 1946 ist die Rasse in der FCI anerkannt. Es wurde auch erst zu dieser Zeit ein Standard erarbeitet, den die Züchter in aller Welt versuchen zu erreichen. Die Zeit bis heute ist immer noch zu kurz dafür!!

Gesundheit:
Die Züchter kämpfen gegen Bänderschwäche, Magendrehung und HD an.
Lebenserwartung 10 - 15 Jahre.

Wesen:
Temperamentvoll, willensstark soll er sein. Sein angeborener Argwohn Fremden gegenüber ist von je her bekannt. Hängt aber immer fest an seinem Herrn und seiner Familie und den Kindern. Er hat starkes Selbstvertrauen, zeigt niemals Ängstlichkeit, freut sich auf außergewöhnliche Geräusche wie Feuerwerk oder plötzliche Schußgeräusche (bei Jagdgeschehen). Dort ist etwas los, dort ist Aufmerksamkeit gefordert! Die frühzeitige Gewöhnung an viele wechselnde Lebenssituationen, fremde Personen, starker Straßenverkehr, Jogger, Pferde, Bahnhöfe bei Nacht, viele andere Hunde (Welpenspielgruppe usw.), sonstige Tiere, die schon im Haushalt leben, wie Katzen, Vögel und auch Tiere auf den Bauernhöfen oder Reitgestüten, tut ihm in seiner Persönlichkeitsentwicklung sehr gut. Eine Rasse, die im ersten Lebensjahr etwas mehr Arbeit macht. Hat der Besitzer das investiert, hat man später einen Hund, mit dem man wirklich alles machen kann, der mit jeder Situation allein fertig wird. Wer für seinen Fila nicht diese Zeit aufbringen kann, oder ihn gar ständig alleine läßt (Zwingerhaltung wird rigoros abgelehnt) muß damit rechnen, daß der Hund vereinsamt. Mittelfristig werden sich am Tier Verhaltensstörungen zeigen. Die Liebe, die ein Fila seiner Familie gibt, benötigt er auch von ihr zurück. Außenstehende, die nichts über diese Rasse wissen, sind immer wieder erstaunt, über die große Zärtlichkeit und Liebe, die dieser große Hund durch Anschmeicheln, möglichst Sitzen auf dem Schoß (bis 70 kg), von sich gibt. Vielleicht deshalb sind die meisten Hunde in Frauenhand. Seine Erziehung ist relativ einfach, wenn man beachtet, daß man auch einem noch so niedlichen Welpen beibringen muß, daß auch er zu gehorchen hat. Schlagen sollte man die Hunde niemals. Einschlägige Hundeerziehungsbüchern sollte gefolgt werden. Ungerechte Behandlung mag die Rasse überhaupt nicht. Erhebt sich dennoch nicht gegen seinen Herrn. Durch die starke Anhänglichkeit - und auch Folgsamkeit - gegenüber seinem Herrn, sollte jeder Besitzer seinen Fila immer selbst erziehen und dieses nicht einem Hundeausbilder überlassen. Der Erfolg wird sonst ausbleiben. Für den Hundesport ist der Fila Brasileiro nur bedingt geeignet. Die Unterordnung bis hin zur Begleithundeprüfung ist anzustreben. Allerdings benötigt er etwas mehr Zeit gegenüber den anderen dort geführten Gebrauchshunderassen. Was er dann allerdings gelernt hat, behält er für alle Zeit. Schutzdienst lehnen wir für alle Molosser ab. Die Schutzinstinkte gegenüber wirklicher, körperlicher Gefahr sind genügend ausgebildet. Der Fila erkennt auch, daß es sich auf dem Hundeplatz nur um Scheinangriffe handelt, die ihn schnell langweilen, zumal er auch meistens den Figuranten sehr gut kennt und ihn niemals angreifen würde, auch nicht zum Spaß.

Aussehen:
Der Fila ist ein harmonisch aussehender Hund. Seine Bewegungen sollen katzenhaft sein. Durch seinen typischen Paßgang macht der Körper schlingernde, rollende Bewegungen. Im Galopp kann er kurzzeitig sehr große Geschwindigkeiten erreichen, wobei er durch seine Wendigkeit blitzschnell die Richtung ändern kann. Der Gesichtsausdruck ist nie gelangweilt, die Augen sind immer bei der Sache. Die Knochen sind stets kraftvoll. Die lose Haut, die besonders von den mandelförmigen Augen nach unten eine Falte bildet und am Hals eine Wamme formt. Die Rückenlinie steigt nach dem Widerrist leicht an.
Farbschläge: hellgelbgestromt, dunkelgestromt, nur gelb, gelb mit schwarzer Pigmentierung am Fang und an den Augen, champagnerfarben.
Weiße Abzeichen an Brust und Pfoten (Schwanzspitze) sind erlaubt, mehr weiß ist unerwünscht.
Größe des Rüden: ca. 65 - 75 cm; 60 - 70 kg
Größe der Hündin: ca. mind. 50 cm; mind. 40 kg

Haltung:
Der Hund kann nicht in einer Stadtwohnung gehalten werden. Ein mindestens mittelgroßer Garten ist ein Muß. Dieser Garten muß so eingezäunt sein, daß der Hund nicht über den Zaun springen könnte. Spaziergänge müssen täglich möglich sein, dann ist der Fila Brasileiro ein ruhiger und zufriedener Hund.

Der Mastin Espanol

 

Schon im 12. Jahrhundert wurde der Mastin Español in Spanien dazu gebraucht, die großen Schafherden im Norden des Landes vor den natürlichen Feinden, den Wölfen, Bären und sonstigen "Viehdieben" zu schützen.

Auch heute noch ist der Mastin Español ein wertvolles Gut für die Wanderschäfer in Spanien. Je nach Größe der Schafherde wird sie von fünf bis 25 Hunden begleitet. Auf 100 Schafe und Ziegen kommt in der Regel 1 Mastin Español. Der Mastin Español arbeitet äußerst selbständig, d.h. so gut wie ohne Anweisungen des Schäfers. Diese Selbständigkeit hat er sich bis heute bewahrt, was sich immer wieder durch seine Dickköpfigkeit und schwierige Erziehung zeigt.

Die Erziehung ist nicht mit der von Gebrauchshunden zu vergleichen. Wer von seinem Hund erwartet, daß er sofort platt auf dem Boden liegt, sobald das Wort "Platz" ausgesprochen wurde, oder wer einen Hund haben möchte, der ständig darauf erpicht ist, seinem Menschen zu gefallen und immer darauf wartet, etwas für ihn tun zu dürfen, sollte sich keinen Mastin Español als "Partner Hund" aussuchen. Bei zuviel "Druck" stellt er nur noch auf "stur" und es klappt gar nichts mehr. Doch auch eine Begleithundeprüfung ist nach guter Vorbreitung meistens kein Problem für den Mastin Español, auch eine Fährtenhundausbildung ist möglich. Wenn man genug Geduld, Einfühlungsvermögen und Konsequenz an den Tag legt, ist der Mastin Español ein äußerst angenehmer und zuverlässiger Wegbegleiter, der neben ausgedehnten Spaziergängen auch ruhigen Abenden im Biergarten nicht abgeneigt ist.

Es sollte natürlich nicht passieren, daß der Hund seinen Herren erzieht. Beim Rüden ist das Problem eher gegeben als bei Hündinnen, da Rüden im Normalfall ein dominanteres Verhalten an den Tag legen. Die Kombination aus ausgesprochener Sturheit und ausgeprägter Dominanz der Rüden stellt ein oftmals auch von erfahrenen Hundebesitzern unterschätztes Problem dar. Daher sollte der zukünftige Rüdenbesitzer auf jeden Fall bereits über Erfahrungen mit großen Hunden verfügen.

Der Mastin Español macht eigentlich alles mit - Hauptsache er ist "mit dabei" bzw. seine Familie ist um ihn herum. Er ist ein absoluter Familienhund, ruhig und ausgeglichen und darf auf keinen Fall ausschließlich im Zwinger gehalten werden. Er braucht Familienanschluß, und ein Zusammenleben mit Kindern ist bei entsprechender Erziehung von Kind und Hund kein Problem. Wie bei allen Hunderassen sollte man kleine Kinder natürlich nicht ohne Aufsicht alleine lassen.

Der Mastin Español ist ein aufmerksamer, früh und laut meldender Wachhund, wobei die Wachsamkeit während der Dunkelheit noch stärker ist als am Tage. Seine Reizschwelle ist sehr hoch. Er weiß, wie stark er ist und braucht das nicht zu zeigen. Typisch für ihn ist, sich einen etwas erhöhten Aussichtspunkt zu suchen, von wo aus er alle Vorgänge um sich herum gut beobachten kann. Wenn sich Mensch oder Tier dem zu beschützenden Objekt nähern, werden diese lautstark verbellt. Dabei legt er es jedoch nicht darauf an, den Eindringling zu verfolgen.

Der Körperbau des Mastin Español ist kräftig und muskulös mit kompaktem Knochengerüst. Er ist ein großer, schwerer Hund mit harmonischen Proportionen. Der Rumpf ist rechteckig, d.h. die Körperlänge übertrifft etwas die Schulterhöhe. Die Mindesgröße für Rüden beträgt 77 cm, für Hündinnen 72 cm, wobei nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. Der Kopf ist breit und kräftig mit einem wenig ausgeprägten Stop und der Fang ist im Profil gesehen gerade, zur Nase hin sich allmählich verjüngend, auf keine Fall spitz zulaufend. Die oberen Lefzen bedecken gut die unteren. Die Ohren sind mittelgroß, hängend, oberhalb der Augenlinie angesetzt. Der kurze, kräftige Hals hat eine doppelte Kehlwamme. Die Brust ist tief, breit und mächtig.

Die Hinterhand ist kräftig und gut bemuskelt, mit angemessener Winkelung. Der gesamte Bewegungsablauf sollte, trotz der Größe, harmonisch aussehen und bei aller Masse ist der Mastin Español ein beweglicher Hund. Er hat viel dicke, lose Haut und Stockhaar mit dichter Unterwolle. Gemäß Rassestandard sind alle Farbschläge (rot, gelb, grau, schwarz, sand, gestromt, weiß) zugelassen.

Der Mastin Español ist sehr gerne draußen und wetterunempfindlich. Zwei Mal pro Jahr (im Frühjahr und im Herbst) ist der Mastin Español im Fellwechsel. Während dieser Zeit ist die Fellpflege intensiv. Allgemein kann man ihn aber zu den pflegeleichten Hunderassen zählen. Ab und zu Bürsten und Ohren reinigen reicht aus. Im Bezug auf Krankheiten ist der Mastin Español eher unempfindlich. Allerdings ist die HD (Hüftgelenksdysplasie) wie bei allen großen Rassen auch hier ein Problem, das jedoch durch züchterische Maßnamen eingeschränkt werden kann. Hinsichtlich der HD und auch der allgemeinen Körperentwicklung ist es gemäß neuesten tierärztlichen Untersuchungsergebnissen das Beste, die Junghunde nicht zu überfüttern, damit das Wachstum und die Gewichtszunahme nicht unnötig beschleunigt wird. Das ist für Knochenbau, Gelenke und Bänder besser, als ein zu schnelles Wachsen.

Bei der Fütterung sollte darauf geachtet werden,daß ein hochwertiges, jedoch kein eiweißreiches Futter ausgewählt wird. Zur Vorbeugung der gefürchteten Magendrehung sind zwei bis drei Mahlzeiten ratsam. Ferner sollten die Hunde nach dem Fressen nicht toben.

Bis zur vollständigen Entwicklung von Wesen und Körperbau dauerst es ca. drei bis vier Jahre. Die Lebenserwartung beträgt ca. 10 - 12 Jahre.

 

Der Alano

Einleitung der Rassebeschreibung

Der historische "Alano" wurde ausschließlich auf seine Funktion gezüchtet. Er war ein reiner Arbeitshund, der mit verschiedenen Namen belegt wurde.

In seiner  Reinform hat er nur auf den Kanarischen Inseln und auf dem Festland von Spanien überlebt.

Heute wird diese Ur-Rasse auch häufig als "Dogo Canario" bezeichnet.

Auch die FCI hat den alten "Alano" nun unter dem Synoymnamen "Dogo Canario" als Rasse anerkannt.

Allgemeine Beschreibung:

Subspezies: Molosser Typ A

-leichtere, kurzharige Molosserrasse

-übermittelgroß, gestreckt, sehr muskelös und leistungsfähig

-brachyzephaler Typ ohne molossoide Übertreibungen und Überladenheit

-ruhig, ausgeglichen und nervenstark

-ernstzunehmender Wächter und Schutzhund für Personen und Besitz

Traditionsgemäß sehr guter Treiber und Bändiger von Großvieh, auch als Packer für wehrhaftes Wild geeignet.

Von ausgeglichener Wesensart in der Grundstimmung zeigt er bei geringer Schärfe und mittlerer bis hoher Reizschwelle viel Durchsetzungsvermögen. Im Körperbau neigt er bei aller Kraft und Wucht nicht zu Übertreibungen, sondern ist funktionell und leistungsfähig.

Unerwünschte Schärfe, Bissigkeit und Nervosität sind ihm fremd, er ist belastbar, geradlinig und nie falsch. Er zeigt deutlich seine Stimmungen und Absichten.

Herkunft

Die europäischen Länder des westlichen Mittelmeerraumes Spanien, Portugal, Südfrankreich und Süditalien, einschließlich der ihnen zugehörigen Inseln, bildeten im Mittelalter kulturell eine geschlossene Einheit.


So ist ihnen, neben dem Klima, das überkommene römische Kulturerbe, die Ableitung ihrer Sprachen vom lateinischen, die Macht des katholischen Glaubens sowie die historische Erfahrung der Arabischen Besetzung gemeinsam, um nur einige Beispiele zu nennen. In diesem Raum entstand mit dem Alano auch ein ihnen gemeinsamer Hundetyp, wie in ähnlicher Weise auf den britischen Inseln Mastiff und Bulldogge sowie in Mitteleuropa der Bullenbeißer als vergleichbare Spezies herausgezüchtet wurde. 

Der Alano (Dogo Canario FCI) diente dem jagdpassionierten, mittelalterlichen Adeligen als kompromissloser Packer wehrhaftem Wildes (Hirsch, Bär, Wildschwein). Ein gefährliches Unterfangen, beim dem häufig nicht nur das Blut des Wildes floss. Der Viehzüchter nahm den Alano (Dogo Canario FCI) zum Zusammentreiben seiner in der Macchie umherstreifenden, oft halbwilden Rinder, aber vor allem, um diese zum Teil aufsässigen und grantigen Teufel zur Räson zu bringen. Das einfache Volk wiederum erfreute sich in jenen Zeiten an der damals populären Bären- und Bullenhatz. Auch hier kam der Alano (Dogo Canario FCI) zum Einsatz.


Schließlich wurde er von spanischen Conquistadoren als Kriegshund in den überseeischen Kolonien verwendet. Dort bewachte er militärische Einrichtungen und kämpfte als vierbeiniger Infanterist häufig in den vordersten Reihen, wovon noch heute die Kriegspanzer der Hunde im Museum von Sevilla zeugen.


Der Alano (Dogo Canario FCI) hat sich aus seiner kämpferischen Vergangenheit einige sehr nützliche Eigenschaften erhalten, die seine Besitzer auch heute noch sehr schätzen, z.B. Ausgeglichenheit, Mut, Unerschrockenheit, absolute Umwelttauglichkeit, Familienfreundlichkeit um nur einige zu nennen.


Heute wird der Alano (Dogo Canario FCI) in erster Linie als Familien-, Wach- und Schutzhund gesehen. Des weiteren hat er sich auch als Diensthund der verschiedenen Sicherheitskräfte etabliert.

Der Name .... Alano - Dogo Canario

 

 

 

 

Der Name wurde ursprünglich von den Alanen, einem indogermanischem Volksstamm abgeleitet. Die Alanen wurde von den Hunnen vertrieben, schlossen sich den Westgoten bei der Völkerwanderung an und verteilten sich hauptsächlich im Mittelmeerraum. Einige Alanen erreichten sogar die nördliche Spitze des afrikanischen Kontinents. Begleitet wurden sie von doggenartigen wehrhaften Hunden, die dann schlussendlich auch nach ihnen benannt wurden.
Erst wesentlich später wurden diese Alanos von den spanischen "Conquistadoren" auf die Kanarischen Inseln gebracht. Auf den Kanaren hat sich der historische Alano weitgehend unvermischt erhalten. Die Erhaltung dieses Hundetyps hing wohl sicher mit der Vorliebe der Guanchen, der kanarischen Ureinwohner, für kriegerisches Tun zusammen. Auf den Kanaren wechselte der alte Alano allerdings recht häufig seinen Namen.

Ein weiterer reiner Stamm alter Alanos soll sich auf dem Festland von Spanien erhalten haben.

 

Es existieren und existierten dutzende Namensvarianten für diese Rasse, je nach Ursprungsland, Region und Epoche, wie z.B.: Dogo Canario, Perro de Presa Canario, Alao, Alan, Alaunt, Alant, Alani, Presa Canario, Presa, Presa Espanol, Perro de Torro, Perro de Jabali, Dogo Espanol...

 

Die "FCI" hat die Rasse unter der Bezeichnung "Dogo Canario" anerkannt.

Aussehen

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Der Dogo Canario (Alano) ist ein urwüchsiger, stämmiger, übermittelgroßer Hund.
Das kurze, pflegeleichte Haarkleid ist gestromt (grau,schwarz,braun ect.) oder einfarbig falb (sandfarben), weiße Abzeichen kommen vor.


Der Dogo Canario (Alano) hat einen ausgeprägten Schädel vom brachyzephalen (breitköpfigen) Typus und einen muskulösen und leistungsfähigen Körperbau.
Die Funktion stand beim Alano (Dogo Canario FCI) schon immer vor der Optik, ganz anders als heute, wo bei fast allen Rassen, die Optik (Schönheit) im Vordergrund des züchterischen Bemühens steht.


Auch wir stellen uns heute beim Alano (Dogo Canario FCI) nicht eine Rasse vor, deren Exemplare alle absolut gleich aussehen. Die Gesundheit, das Wesen und die Leistung sind uns wichtiger. Der Alano (Dogo Canario FCI) soll aber Typ haben, er soll mollosoid, aber dennoch nicht plump wirken, er soll kräftig aber nicht überladen sein, er soll stabile Knochen haben, aber nicht schwerfällig wirken. Entartungen in Formen wie die des Pitbull oder Mastino Napolitano sind gleichermaßen abzulehnen.     

 

Das Wesen

 

 

"Dalton"

Vom Charakter ist der Alano (Dogo Canario FCI) ruhig, ausgeglichen, geradeaus, nerven- und triebstark. Ein unbedingt ernstzunehmender Beschützer für Haus, Hof und Familie. Kein Feigling oder hinterhältiger Wadenbeißer. Seine Nachsicht gegenüber sozial und körperlich Schwächeren war bereits damals wie heute sprichwörtlich. Gerade seine unglaublichte Geduld im Umgang mit Kindern macht ihn zu einem idealen Familienhund.


Der Alano (Dogo Canario FCI) zeigt ein wohl einzigartiges Balancewesen, einerseits präsentiert er sich als kinderlieber und absolut umwelttauglicher Begleiter seiner Familie, andererseits verfügt er über genügend Mut, Härte und den nötigen Instinkt um Angriffe auf die Seinen äußerst effektiv zu vereiteln. Wir finden hier Wesenszüge, die sich wohl in keiner anderen Hunderasse so gut vereinigen

 

MASTIN DEL PIRINEO

Herkunft und Entstehung der Rassen

Im Mittelalter, als die Christen im Norden und die Moslems im Süden der Iberischen Halbinsel um das Land, das erst viel, viel später Spanien genannt wurde, kämpften, war der Handel mit Schafen und Wolle die wichtigste Grundlage für den Reichtum der christlichen Königreiche. In diesem noch ungeborenen Spanien hatten zwei Königreiche die Vorherrschaft: Castillien und Aragonien. Unter diesen zwei vollkommen verschiedenen Einflüssen und Lebensumständen entwickelten sich diese zwei Rassen.

Der Mastin Espanol in den weiten Ebenen Castilliens und der Mastin del Pirineo im Mastin del Pirineoschroffen, gebirgigen Aragonien. In Castillien herrschte bereits ein vollkommen einheitliches, durchorganisiertes System. Die großen Herden hatten viele bis ins kleinste detaillierte Gesetze, die vom "Honrado Concejo de la Mesta" beschützt wurden. Auch die Art und Weise, wie die Hunde zu halten waren, war strengstens festgelegt. Das war vor allem wichtig, um den Schutz der Herden auf ihren oft tausend Kilometer weiten Wanderungen zu gewährleisten. Diesen großen und mutigen Hund kennen wir heute als den spanischen Mastiff (Mastin Espanol). Im Königreich Aragonien dagegen hatte der "Honrado Coneeo de la Mesta" keine Autorität und die Regeln für das Hüten der Schafe waren von Tal zu Tal verschieden. In den Pyrinäen gab es viele Wölfe und Bären und die Hirten bedienten sich eines anderen großartigen Beschützers, des Pyrinäen-Mastiffs, der in alten aragonischer Mundart "Mastin" genannt wurde.

Erscheinungsbild

Die Jahrhunderte vergingen, aber die Systeme blieben die gleichen und der Fluß Ebro ist bis zum heutigen Tag dieMastin del Pirineo Grenze zwischen beiden herrlichen Molosser-Rassen. Beide Rassen sind molossoiden Ursprungs. Der spanische Mastiff hat kürzeres Haar, einen etwas größeren Kopf und etwas mehr Kehlwamme. Der Pyrinäen-Mastiff hat etwas längeres Haar und seine Grundfarbe ist immer weiß mit der obligatorischen Maske rund um die Augen und an den Ohren. In beiden Fällen soll die Textur des Felles grob und nicht weich und wollig sein.

Wesen

Diese beiden wunderschönen Rassen erobern heute auch die Herzen von immer mehr Leuten in Europa. Es sind zwei eindrucksvolle Hundegiganten, mit einem ausgezeichnetem Wesen und Charakter und einem eigenen, schwer zu beschreibenden rustikalen Charme. Beide sind sehr gesunde Rassen, die eine gerechte, feste Hand brauchen. Einen Besitzer, der mehr "Freund" als "Herr" sein möchte. Sie brauchen nicht zu viel Pflege und sie sind stolz, selbstbewußt und unabhängig. Eben ein wahres Erbe spanischer Geschichte.

Der Mastiff

GESCHICHTE

Den zwei wahrscheinlichsten Entstehungstheorien über den Ursprung der Rasse zufolge, ist der Mastiff entweder eine urenglische Rasse, die ohne äußere Einflüsse in England entwickelt wurde oder ein Nachfahre der "Tibet-Dogge" bzw. des "Tibet-Mastiff". Diese riesigen Uhrahnen aller molosoiden Rassen aus dem mittelasiatischen Raum sollen von den Phöniziern als Handelsware nach Großbritannien gebracht worden sein, wo sie entweder mit einheimischen großen Hunden gekreuzt oder relativ rein weitergezüchtet, die Urform des heutigen "Englischen Mastiff" begründeten. Auf Grund seiner Größe und Stärke wurde der Mastiff sowohl in Großbritannien als auch auf dem europäischen Kontinent als Packer für wehrhaftes Wild aber auch als Kampf- und Kriegshund eingesetzt. Im 17., 18. und 19. Jahrhundert mußten Hunde dieser Rasse in vielerlei Schaukämpfen gegen Mensch, Bär, Löwe und auch gegen eigenen Artgenossen antreten. Die beiden Weltkriege wirkten sich sehr ungünstig auf die Weiterentwicklung des Mastiff aus. Wegen des knappen Zuchtmaterials nach dem 1. Weltkrieg mußten sowohl Bernhardiner als auch Bullmastiff eingekreuzt werden. Der 2. Weltkrieg machte Rückimporte aus den USA und Kanada unumgänglich.

WESEN

Der Mastiff ist ein ruhiger, selbstbewußter Familien- und Wachhund. Liebevoll und sensibel zu seinem Besitzer, ist er doch in der Lage ihn und dessen Besitz zu beschützen. Er ist ein äußerst treuer und kinderfreundlicher Gefährte dessen Loyalität jeder Kenner durchaus zu schätzen weiß.

SOZIALISIERUNG

Wichtig ist bei der Auswahl des Welpen darauf zu achten, daß der Züchter seine Hunde im engen Kontakt zum Menschen hält. Zwingerhaltung ist für diese Rasse ohne Ausnahme abzulehnen, weder im Welpenalter noch als Erwachsener. Der Mastiff ist ein äußerst liebenswerter und sensibler Hund und eine solchemastiff-baby-schat.jpg (8352 Byte) Haltung würde sein Wesen vernichten. Bei der Erziehung des Junghundes soll von Anfang an, wie bei jedem Bund egal welcher Rasse die Konsequenz als oberstes Gebot stehen. Es empfiehlt sich schon im Welpenalter den Kontakt mit Artgenossen z.B. auf dem Hundeplatz zu pflegen.

Bei unserem Mastiff handelt es sich um einen sehr schweren und starken Hund, bei dem eine sinnvolle Ausbildung, sprich Unterordnung ist. Da es sich um eine intelligente aber auch eigensinnige Hunderassenotwendig  handelt, sind nicht die selben Maßstäbe wie bei einer Gebrauchshunderasse zu setzen. Der Mastiff arbeitet gerne, jedoch braucht er sehr viel Lob. Das Arbeitstempo steht im direkten Zusammenhang mit seinem Körpergewicht. Etwas Geduld ist also Grundvorraussetzung bei der Arbeit mit dem Mastiff. Er wird es seinem Besitzer mit guten Gehorsam danken.

ERSCHEINUNGSBILD

Der Körper des Mastiff erscheint groß, mächtig, knochenstark und kraftvoll und zeigt klar abgezeichnete Muskeln. Körpergröße ist zwar erwünscht, Höhe und Substanz sollen aber immer im richtigen Verhältnismastiff-paar-schat.jpg (6723 Byte) zueinander stehen. Trotz seiner Größe und seines Gewichtes ist der Mastiff ein funktionaler Hund. In seiner Gangart soll er sich kraftvoll und mühelos raumgreifend zeigen. Der Kopf erscheint aus jedem Blickwinkel betrachtet quadratisch und weist einen kurzen, breiten Fang auf. Stirnfalten sollen nur sichtbar werden, wenn die Aufmerksamkeit des Hundes erregt wird. Das Haarkleid ist kurz aber nicht fein. Als Fellfarben werden apricot, gelb, silber und gestromt anerkannt. In jedem Fall sind Ohren und Maske schwarz.

 

Mastino Napoletano

Der Mastino Napoletano ist ein Nachfahre des großen römischen Molosserhundes, den COLUMELLE im ersten Jahrhunder n. Chr. in seinem Werk "DE RE RUSTICA" beschrieben hat. Die römischen Legionen, die er geglitete, verbreiteten ihn in ganz Europa. Er wurde zum Ursprung vieler doggenartigen Rassen in den anderen europäischen Ländern. Jahrhundertelang überlegte er in den Ländereien am Fuße des Vesuv und in der Gegend um Neapel. Noch bis zum heutigen Tage ist der Mastino Napoletano mit den Menschen dieser Region verwurzelt, wie die Naturgewalten, mit denen diese Menschen rund um den Vesuv leben.
Wenn es auch nicht jedem Mastinobesitzer möglich sein wird, sich einen Eindruck vom Ursprungsland zu verschaffen, wünsche ich zumindest den Züchtern, sich einmal die Mühe zu machen nach Neapel aufzubrechen, um sich das Mutterland dieser wunderbaren Rasse, der man so leicht verfällt, wenn man einmal vom "Mastino-Virus" infiziert ist, anzuschauen.
Dank der Harnäckigkeit und Opferbereitschaft einer Gruppe von Kynologen begann ab 1947 wieder ein kontrollierte Zuchtauswahl.

Rassetypische Merkmale
Der Mastino Napoletano ist ein schwerer, massiger, stämmiger und großer Hund, dessen Körperlänge die Widerristhöhe übertrifft.

Der Mastino Napoletano ist der Wach- und Schutzhund par excellence. Er ist enorm wuchtig, starkknochig, kraftvoll, von derbem und gleichzeitig majestättischem Aussehen, robust und mutig. Sein Ausdruck ist intelligent, das Wesen ausgeglichen, gehorsam und nicht aggressiv.

Der Mastino Napoletano ist ein ausgeglichener Haushund, der kaum bellt; auch die Länge seiner Spaziergnge halten sich in angenehmen Grenzen. Die Rüden haben eine Widerristhöhe von 65 -70 cm bei einem Gewicht von 60 - 80 kg. Die Hündinnen haben eine Widerristhöhe von 60 - 68 cm bei einem Gewicht von 50 - 60 kg.
Der Mastino hat am ganzen Körper viel lose Haut, besonders am Kopf, wo sich zahlreiche Falten bilden und an der Halsunterseite, wo sich eine doppelte Wamme formt. Die zahlreichen Falten und die Wamme verleihen dem Mastino Napoletano sein unverwechselbares Aussehen.
Sein Haar ist kurz und dicht un in den Farben grau, schwarz, bleigrau, aber auch braun und fahlfarben, alle Farben dürfen gestromt sein.
Sein Fell soll seidig schimmern. Er kann kleine weiße Abzeichen an Brust und Zehenspitzen haben. Der Gang des Mastino Napoletano ist bemerkenswert und ein typisches Merkmal, da er sich wie eine Wildkatze bewegt, anders als andere Hunde.
Unser Ziel ist es, einen ruhigen, aufmerksamen, mutigen und belastbaren Hund zu züchten - keinen hysterischen Kläffer, Beißer oder Raufer.

Bild eines Mastino Napolitano

Die Bordeaux Dogge

Geschichte und Entwicklung der Rasse

Die Bordeaux-Dogge deren Ursprungsland Frankreich ist, ähnelt in Größe wie Typ dem Bullmastiff, ist aber um Jahrhunderte älter. Sie stammt von den alten Molossern, die aus der römischen Arena auf den Feldzügen nach Gallien kamen und sind eng mit dem Mastiff Asiens verwandt. Nach diesem Zeitalter, etwa Ende des Mittelalters, wurde aus dem Gladiator ein Viehtreiber  - keine so gloriose Aufgabe - aber wahrscheinlich viel sicherer. Als die Tierkämpfe verboten wurden, die Nachfrage nach Viehtreiber immer mehr absank, diente die Rasse immer mehr dem persönlichen Schutz. Ihre majestätische Anwesenheit war für viele Landsitze eine Zierde. Die franz. Revolution beendete auch diese Beschäftigung. denn viele edle und tapfere Wächter (BX) opferten ihr Leben, um Herrn, Familie und Besitz zu schützen.

 

ERSCHEINUNGSBILD

Vom Typ eines kurzköpfigen Molossers mit konkaver Linienführung. Die Bordeaux- Dogge ist ein sehr kräftiger Hund, dessen sehr muskulöser Körper ein harmonisches Gesamtbild bewahrt. Sie ist eher bodennah gebaut, d.h. daß die Entfernung Brustbein - Boden um weniges geringer ist als die Brusttiefe. Stämmig, athletisch und sehr respekteinflößend. Der gewaltige trapezförmige Kopf; die tiefen Falten, die hängenden Lefzen, der kurze Fang mit dem vorgeschobenen Unterkiefer prägen das unverwechselbare Erscheinungsbild dieser Rasse.

 

 

ZU WESEN UND HALTUNG DER BORDEAUX-DOGGE

Die Bordeaux-Dogge ist ein nervenstarker, ruhiger Hund mit hoher Reizschwelle. Sie besticht durch ihre Ehrlichkeit gegenüber Mensch und Tier und ist besonders liebevoll zu Kindern. Wegen ihrer Dickköpfigkeit braucht es aber bei der Erziehung eine Menge Geduld, Liebe, Konsequenz und Einfühlungsvermögen. Der Rüde ist in der Regel von dominantem Wesen. Der Enge Kontakt zu ihren Leuten und damit der Aufenthalt im Familienverband sind für die charakteristische Entwicklung der Bordeaux-Dogge von größter Bedeutung. Zwingerhaltung ist strikt abzulehnen. Die tägliche Bewegung ist dem Alter anzupassen, ein gesunder erwachsener Hund sollte jedoch keine Schwierigkeiten damit haben, einige Kilometer Spaziergang zurückzulegen. Welpen und wachsende Hunde nicht strapazieren

Link to Breeder / Züchter / Eleveur


 

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